Im Workshop „Rollenbilder – zwischen Anpassung und Abgrenzung“ setzen sich die Teilnehmenden kreativ und körperlich mit gesellschaftlichen Erwartungen, persönlichen Prägungen und individuellen Handlungsspielräumen auseinander. Mithilfe von zeitgenössischem Tanz und Bewegungsimprovisation werden Rollenbilder nicht nur reflektiert, sondern direkt körperlich ausgetestet, erfahrbar gemacht und von verschiedenen Perspektiven ausprobiert.
In Einzel-, Partner- und Gruppenübungen erkunden die Teilnehmenden eigene Bewegungsmuster, den Umgang mit äußeren Vorgaben sowie das Spannungsfeld zwischen Anpassung, Zugehörigkeit und Eigenständigkeit. Spielerische Aufgaben, Improvisationen und kurze choreografische Sequenzen schaffen Raum für Ausdruck, Reflexion, Begegnung und Spaß.
Der Workshop versteht Tanz als niedrigschwellige Ausdrucksform, die unabhängig von Sprache oder Vorerfahrung funktioniert. Im Mittelpunkt stehen Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, sich selbst und anderen über Bewegung zu begegnen. Ziel ist ein geschützter Raum, in dem persönliche Perspektiven sichtbar werden und neue Ausdrucksformen entstehen können.
Gleichzeitig fördert der Workshop Wahrnehmung, Empathie und gemeinschaftliches Arbeiten. Die Teilnehmenden erleben den eigenen Körper als Mittel von Kommunikation und Selbstermächtigung und setzen sich mit Fragen von Identität, gesellschaftlicher Zuschreibung und persönlicher Freiheit auseinander.